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Machen Männer noch Geschichte?

Thomas Hertfelder
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Kleine Reihe 2
Stuttgart 1998,
ISBN 9783980597944
35 Seiten

Zur Publikation:
Im Interesse einer demokratischen und rechtsstaatlichen Traditionsbildung unterhält die Bundesrepublik Deutschland – neben zahlreichen Erinnerungsorten für die Opfer von Diktatur und Krieg – fünf Gedenkstätten für historisch bedeutsame deutsche Politiker der letzten hundertfünfzig Jahre: für Konrad Adenauer, Friedrich Ebert, Theodor Heuss, Otto von Bismarck und Willy Brandt. Der vorliegende Beitrag entwirft eine Typologie der Gedenkstätten in Deutschland und diskutiert am Beispiel des neu errichteten Stuttgarter Theodor-Heuss-Hauses die Frage, inwieweit eine demokratische politische Kultur noch der Erinnerung an große Persönlichkeiten der Geschichte bedarf. Wird damit die von der Geschichtswissenschaft längst verabschiedete Vorstellung, daß „große Männer“ die Geschichte machen, wiederbelebt? Braucht die Demokratie ihre historischen Helden? Der Autor vertritt die These, daß die Mythen, die das kollektive Gedächtnis einer Nation hervorbringt, sich bevorzugt um einzelne Persönlichkeiten ranken. Einer demokratischen Traditionsbildung bietet sich somit die Chance, an diesen Mythen anzuknüpfen und sie in ein aufgeklärtes Geschichtsbild zu überführen, ohne daß dabei deren orientierende Kraft verlorengeht.

Zum Autor:
Thomas Hertfelder, geb. 1959 in Ansbach, studierte Geschichte, Germanistik und politische Wissenschaft. Nach dreijährigem Schuldienst an Münchner Gymnasien arbeitete er von 1990 bis 1997 als wissenschaftlicher Assistent an der Universität München; seine Promotion erschien 1998 unter dem Titel „Franz Schnabel und die deutsche Geschichtswissenschaft. Geschichtsschreibung zwischen Historismus und Kulturkritik (1910-1945)“. Seit 1997 ist er Geschäftsführer der neugegründeten Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss- Haus in Stuttgart.

 

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