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Das parlamentarische System auf dem Prüfstand

Richard von Weizsäcker
Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung 1998
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Kleine Reihe 3
Stuttgart 1999 
ISBN 9783980597951
21 Seiten

Zur Publikation:
Richard von Weizsäcker setzte als zweiter Referent mit dem vorliegenden Beitrag die Theodor-Heuss-Gedächtsnis-Vorlesung fort. Knapp fünfzig Jahre nach der Verabschiedung des Grundgesetzes geht der Alt-Bundespräsident der Fragestellung nach, inwieweit seit 1949 neue Herausforderungen und Einflüsse auf die verfassungspolitische Realität eingewirkt haben. In Auseinandersetzung mit der These, die Bundesrepublik befinde sich auf dem Rückzug vom Bundesstaat zum Staatenbund, richtet er sein Augenmerk auf das parlamentarische System, dem Kernstück der demokratischen Verfassung. Nach einer kritischen Analyse der gegenwärtigen Rolle der Parteien im politischen Prozeß appelliert der Referent an Parteien und Exekutiven, sich engagiert an den geistig-politischen Führungsaufgaben der Zeit zu beteiligen und einen “offenen parlamentarischen Diskurs” zu führen.

Zum Autor:
Am 15. April 1920 in Stuttgart geboren, studierte nach Kriegsende Rechtswissenschaft und Geschichte an der Universität Göttingen. Rasch übernahm er in den fünfziger Jahren leitende Funktionen im Bankwesen und in verschiedenen Industrieunternehmen. Neben seinem Beruf hat sich Dr. Richard von Weizsäcker früh mit kirchlichen und politischen Fragen befaßt und in führenden Ämtern der Evangelische Kirche in Deutschland mitgewirkt. Von 1979 bis 1981 war er Vizepräsident des Deutschen Bundestages, bis er 1981 zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt wurde. Als Nachfolger von Karl Carstens wurde er im Mai 1984 sechster deutscher Bundespräsident. Zahlreiche Veröffentlichungen seiner Reden und Aufsätze: Die menschliche Brücke zwischen Juden und Deutschen trägt wieder (1982); Die deutsche Geschichte geht weiter (1983); Von Deutschland aus (1985,1987); Die politische Kraft der Kultur (1987); Brücken zur Verständigung (1990); Von Deutschland nach Europa (1991); Richard von Weizsäcker in der Diskussion: Die verdrossene Gesellschaft (1993); Memoiren: Vier Zeiten. Erinnerungen (1997).

Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung:
Aus Anlaß des Todestages von Theodor Heuss, der am 12. Dezember 1963 verstorben ist, veranstalten die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Universität Stuttgart alljährlich eine Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung. Zum Andenken an den ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland referiert eine herausragende Persönlichkeit der Wissenschaft oder des öffentlichen Lebens über ein Thema der Zeitgeschichte. Die Vorlesung steht in der Tradition der öffentlichkeitswirksamen Rede, mit der Theodor Heuss ein spezifisches und für die Nachfolger in seinem Amt verpflichtendes Zeichen setzte. Sie ehrt zugleich den Hochschuldozenten Heuss, der von 1920-1933 als Dozent an der „Deutschen Hochschule für Politik“ und 1948 als Honorarprofessor für politische Wissenschaften und Geschichte an der Technischen Hochschule Stuttgart lehrte.

Leseprobe (externer Link)

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