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„Ein Stück deutscher Geschichte”

Hermann Rudolph
Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung 1999
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Kleine Reihe 6
Stuttgart 2000 
ISBN 9783980597982
27 Seiten

Zur Publikation:
Im Gegensatz zu Persönlichkeiten der Zeitgeschichte wie Konrad Adenauer oder Ludwig Erhard, die im öffentlichen Bewußtsein noch durchaus gegenwärtig sind, konstatiert Hermann Rudolph fünfzig Jahre nach Verabschiedung des Grundgesetzes und der Gründung der Bundesrepublik für das erste deutsche Staatsoberhaupt Theodor Heuss „eine blasse Erinnerung, und die ist dazu noch falsch“. Grund genug die dritte Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung erstmals dem Namensgeber selbst zu widmen, seine Leistungen und Verdienste darzulegen und zugleich dem verbreiteten Vorbehalt entgegenzutreten, Heuss sei ein unpolitischer Präsident gewesen. Hermann Rudolph diskutiert Heuss’ Beitrag zur politischen Kultur und zur Grundlegung einer neuen politischen Ordnung beispielhaft an drei politischen Grundfragen seiner Amtszeit – der Frage nach der Ausgestaltung der Demokratie, dem Problem des Förderalismus und dem Verhältnis der Deutschen zu ihrer Vergangenheit.

Zum Autor:
1939 in Oschatz (Sachsen) geboren, wuchs in der DDR auf und studierte in Freiburg/Breisgau, München und Tübingen Literaturwissenschaft, Politik und Soziologie. Er begann seine journalistische Laufbahn 1970 bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, für die er Korrespondent in Stuttgart und Bonn war. Seit 1980 war er innenpolitischer Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ in Hamburg, danach, von 1983 an, Leiter der Abteilung Politik und Zeitgeschehen des Deutschlandfunks in Köln, ab 1986 Leiter der Innenpolitik der „Süddeutschen Zeitung“ in München, seit 1991 beim „Tagesspiegel“ in Berlin, zuerst als Chefredakteur, dann als Herausgeber. Veröffentlichungen: u.a. Die Gesellschaft der DDR – eine deutsche Möglichkeit? (1971); Theodor Heuss. Eine Bildbiographie (1983 zusammen mit Hildegard Hamm-Brücher); Die Herausforderung der Politik. Innenansichten der Bundesrepublik (1985); Herausgeber der Brautbriefe von Theodor Heuss und Elly Knapp: „So bist Du mir Heimat geworden“ (1986), der Festschrift für Theodor Eschenburg, „Den Staat denken“ (1989) sowie dessen Erinnerungen (1995 und 2000).

Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung:
Aus Anlaß des Todestages von Theodor Heuss, der am 12. Dezember 1963 verstorben ist, veranstalten die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Universität Stuttgart alljährlich eine Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung. Zum Andenken an den ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland referiert eine herausragende Persönlichkeit der Wissenschaft oder des öffentlichen Lebens über ein Thema der Zeitgeschichte. Die Vorlesung steht in der Tradition der öffentlichkeitswirksamen Rede, mit der Theodor Heuss ein spezifisches und für die Nachfolger in seinem Amt verpflichtendes Zeichen setzte. Sie ehrt zugleich den Hochschuldozenten Heuss, der von 1920-1933 als Dozent an der „Deutschen Hochschule für Politik“ und 1948 als Honorarprofessor für politische Wissenschaften und Geschichte an der Technischen Hochschule Stuttgart lehrte.

Leseprobe (externer Link)

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