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„Demokratie ist keine Glücksversicherung...“

Hildegard Hamm-Brücher
Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung 2001
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Kleine Reihe 10
Stuttgart 2002,
ISBN 9783980740432
35 Seiten

Zur Publikation:
Als sich nach dem Zusammenbruch 1945 die Frage nach der künftigen politischen Gestaltung Deutschlands stellte, da war es Theodor Heuss, der seinen Landsleuten in der äußeren und inneren Trümmerlandschaft Orientierung bot. Durch seine Schlüsselrolle bei der Arbeit am Grundgesetz, vor allem aber in seiner Amtszeit als Bundespräsident trug er entscheidend dazu bei, die Deutschen mit der Demokratie zu versöhnen. Hildegard Hamm-Brücher beschreibt in der fünften Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung, wie Heuss in seiner politischen Biographie eine demokratische Gesinnung vorlebte und nach dem Zweiten Weltkrieg als Wegbereiter einer „Demokratie als Lebensform“ wirken konnte, um die junge Verfassung auch im Bewußtsein der Menschen zu verankern. Sie stellt die Bemühungen von Heuss dar, die noch ungefestigte Demokratie in deutschen demokratischen Traditionen zu verankern und sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Indem sie auf diese Weise den ersten Bundespräsidenten beleuchtet, weist Hildegard Hamm-Brücher auf die Aktualität des demokratiepolitischen Denkens von Theodor Heuss für eine aktive Bürgergesellschaft hin.

Zur Autorin:
Dr. Hildegard Hamm-Brücher, 1921 in Essen geboren, studierte in München Chemie, wo sie 1945 bei dem Nobelpreisträger Heinrich Otto Wieland promovierte. 1948 wurde sie als jüngste Stadträtin in das Münchner Stadtparlament gewählt. Von 1950 bis 1966 und 1970 bis 1976 war sie Abgeordnete der FDP im Bayerischen Landtag, von 1976 bis 1991 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie wirkte in hohen politischen Ämtern, u.a. als Staatssekretärin im Hessischen Kultusministerium (1967-1969), Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (1969-1972) und Staatsministerin im Auswärtigen Amt (1976-1982). 1994 kandidierte sie für das Amt des Bundespräsidenten. Wichtige Veröffentlichungen u.a.: Theodor Heuss. Eine Bildbiographie (1983 zusammen mit Hermann Rudolph); Gerechtigkeit erhöht ein Volk. Theodor Heuss und die deutsche Demokratie (1984); Mut zur Politik (1993); Freiheit ist mehr als ein Wort (1996); Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit (1998); Erinnern für die Zukunft (2001).

Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung:
Aus Anlaß des Todestages von Theodor Heuss, der am 12. Dezember 1963 verstorben ist, veranstalten die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Universität Stuttgart alljährlich eine Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung. Zum Andenken an den ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland referiert eine herausragende Persönlichkeit der Wissenschaft oder des öffentlichen Lebens über ein Thema der Zeitgeschichte. Die Vorlesung steht in der Tradition der öffentlichkeitswirksamen Rede, mit der Theodor Heuss ein spezifisches und für die Nachfolger in seinem Amt verpflichtendes Zeichen setzte. Sie ehrt zugleich den Hochschuldozenten Heuss, der von 1920-1933 als Dozent an der „Deutschen Hochschule für Politik“ und 1948 als Honorarprofessor für politische Wissenschaften und Geschichte an der Technischen Hochschule Stuttgart lehrte.

Leseprobe (externer Link)

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