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In Presidents we trust. Die amerikanischen Präsidenten in der Erinnerungspolitik der USA

Thomas Hertfelder
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Kleine Reihe 15
Stuttgart 2005,
ISBN 9783980740494
75 Seiten

Zur Publikation:
Seit Franklin D. Roosevelt hat jeder amerikanische Präsident nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus eine Presidential Library gegründet, die sich ausschließlich der Erinnerung an sein Leben und politisches Wirken widmet. So sind die mittlerweile elf Presidential Libraries mit ihren großen biographischen Ausstellungen zu Pilgerstätten einer Nation geworden, in deren Geschichtsverständnis die Präsidenten noch immer eine herausragende Rolle spielen. Die vorliegende Studie untersucht am Beispiel von ausgewählten Presidential Libraries das Geschichtsbild, das eine teils staatlich, teils privat vorangetriebene Erinnerungspolitik von den amerikanischen Präsidenten zeichnet. Der Autor zeigt, wie die Präsidenten im Licht einer nationalen „Meistererzählung“ gedeutet werden, welche charakteristischen Konstruktionselemente die öffentlich präsentierten Präsidentenbiographien auszeichnen und wie die amerikanische „civil religion“ ihre besonderen musealen Darstellungsformen hervorbringt. Er vertritt die These, daß die offiziöse Erinnerung an die amerikanischen Präsidenten einen „republikanischen Royalismus“ erkennen läßt, der zur Plattform für die historische Selbstverständigung einer kulturell fragmentierten Gesellschaft werden kann, wenn er sich vom traditionellen Ideal der kulturellen Einschmelzung verabschiedet.

 

Zum Autor:
Thomas Hertfelder, geb. 1959 in Ansbach, studierte Geschichte, Germanistik und politische Wissenschaft. Nach Lehrtätigkeiten im höheren Schuldienst und in der Erwachsenenbildung arbeitete er von 1990 bis 1997 als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität München, wo er 1995 mit einer wissenschaftsgeschichtlichen Arbeit promoviert wurde. Seit 1997 ist er Geschäftsführer der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart. Publikationen u.a.: Franz Schnabel und die deutsche Geschichtswissenschaft. Geschichtsschreibung zwischen Historismus und Kulturkritik (1998); Streiten um das Staatsfragment. Theodor Heuss und Thomas Dehler berichten von der Entstehung des Grundgesetzes (1999, Hg. mit Jürgen C. Heß); Kritik und Mandat. Intellektuelle in der deutschen Politik (2000, Hg. mit Gangolf Hübinger); Theodor Heuss. Publizist – Politiker – Präsident (2003, Hg. mit Christiane Ketterle).

Leseprobe (externer Link)

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