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Liberalismus und Demokratie im Staatsdenken von Theodor Heuss

Dieter Langewiesche
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Kleine Reihe 16
Stuttgart 2005,
ISBN 9783980960304
36 Seiten

Zur Publikation:
Dieter Langewiesche untersucht in seiner Studie die politischen Grundüberzeugungen,
die das politische Denken von Theodor Heuss beeinflusst und geprägt haben. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Heuss weniger ein Verfechter des individualistischen Liberalismus war. Vielmehr war sein politisches Weltbild auf den Staat bezogen und sein politisches Handeln orientierte sich an Begriffen wie Demokratie, Volk und Nation. Der Autor zeigt, dass der Begriff der Demokratie im Zentrum von Heuss’ politischen Bewusstsein stand und historisch die Zentralkraft war, aus der aus seiner Sicht die Nation und der Nationalstaat entstehen konnten. Für Heuss war es die wichtigste Aufgabe der Politik, den Staat zu gestalten. Dazu bedurfte es einer starken Regierung und eines starken Parlaments, in denen auf Zeit gewählte Führungspersönlichkeiten die politische Macht ausübten. Gegenüber föderalen Strukturen innerhalb des deutschen Staatswesens äußerte sich Heuss hingegen eher skeptisch. Abschließend geht der Autor der Frage nach, inwieweit sich Heuss’ Staatsverständnis in die geschichtlichen Traditionen des deutschen Liberalismus und der demokratischen Bewegung einfügen lässt.

Zum Autor:
Dieter Langewiesche, geb. 1943 in St. Sebastian bei Mariazell in Österreich, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg. Von 1974 bis 1978 war er wissenschaftlicher Assistent für Neuere Geschichte an der Universität Würzburg, wo er sich nach der Promotion in Neuerer Geschichte und Landesgeschichte habilitierte. Er lehrte zunächst an der Universität Hamburg, bis er 1988 auf den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Tübingen berufen wurde. Er ließ sich von 1997 bis 2000 von seiner Tübinger Lehrtätigkeit beurlauben, um als Prorektor und Gründungsbeauftragter am Aufbau der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt mitzuwirken. Dieter Langewiesche gehört zahlreichen wissenschaftlichen Akademien und Kommissionen an, darunter der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dem Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, den er als Vorsitzender leitet. 1996 wurde er mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

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