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Der freie oder der gelenkte Bürger

Paul Kirchhoff
Theodor-Heuss-Gedächtnisvorlesung 2009
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.
Kleine Reihe 25, Stuttgart 2009
ISBN 9783980960397
46 Seiten

Zur Publikation:
Die Freiheit des Bürgers ist bedroht – und zwar nicht durch private Konkurrenz oder ausländische Mächte, sondern durch den eigenen Staat, der zudem
allenthalben durch Erwartungen überfordert wird. Als besonders verhängnisvoll erweisen sich dabei die verführende Kraft des Geldes, die Macht staatlichen
Wissens und staatlicher Informationspolitik sowie die verlockenden Angebote staatlicher Einrichtungen. Paul Kirchhof plädiert in dieser Situation
dafür, sich vom permanenten Streben nach Sicherheit loszumachen, nicht auf übertriebene Weise auf staatliche Leistungen zu hoffen und stattdessen das
Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Die individuelle Freiheit ist somit als der zentrale Wert unserer Verfassungsordnung zu begreifen, dem auf
verantwortungsvolle Weise zu folgen ist.


Zum Autor:
Professor Dr. Dres. mult. Paul Kirchhof, geboren 1943 in Osnabrück, gehört zu den profiliertesten Staatsrechtslehrern und Steuerrechtlern in Deutschland,
der mit seiner juristischen und finanzpolitischen Sachkenntnis die öffentlichen Debatten immer wieder bereichert hat. Kirchhof studierte an
den Universitäten Freiburg und München. Als wissenschaftlicher Assistent arbeitete er von 1970 bis 1975 am Institut für deutsches und internationales
Steuerrecht der Universität Heidelberg, wo er sich 1974 habilitierte. Von 1975 an war er Professor für Öffentliches Recht in Münster und wechselte
1981 nach Heidelberg, wo er seitdem auch Direktor des Instituts für Steuer und Finanzrecht ist. Kirchhof war von 1987 bis 1999 Richter am Bundesverfassungsgericht
in Karlsruhe und hat dort an zentralen Entscheidungen mitgewirkt. Er ist seit 1987 Mitherausgeber des renommierten zehnbändigen
Handbuchs des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland, das mittlerweile in dritter Auflage erschienen ist, und seit 2003 der christlichen
Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“. Während des Bundestagswahlkampfes 2005 gehörte er als Finanzexperte dem Kompetenzteam um die Kanzlerkandidatin
Angela Merkel an.

Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung:
Aus Anlass des Todestages von Theodor Heuss, der am 12. Dezember 1963verstorben ist, veranstalten die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Universität Stuttgart alljährlich eine Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung. Zum Andenken an den ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland referiert eine herausragende Persönlichkeit der Wissenschaft oder des öffentlichen Lebens über ein Thema der Zeitgeschichte. Die Vorlesung steht in der Tradition der öffentlichkeitswirksamen Rede, mit der Theodor Heuss ein spezifisches und für die Nachfolger in seinem Amt verpflichtendes Zeichen setzte. Sie ehrt zugleich den Hochschuldozenten Heuss,der von 1920-1933 als Dozent an der „Deutschen Hochschule für Politik“und 1948 als Honorarprofessor für politische Wissenschaften und Geschichte an der Technischen Hochschule Stuttgart lehrte.

Leseprobe (Externer Link)

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