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Freiheit und Unfreiheit durch Recht

Michael Stolleis
Theodor-Heuss-Gedächtnisvorlesung 2010
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.
Kleine Reihe 26, Stuttgart 2010
ISBN 9783942302005
40 Seiten

Zur Publikation:
Recht dient dem Schutz von Freiheit, aber mehr Recht bedeutet nicht stets auch einen Zuwachs an Freiheit. Jede Regulierung verzehrt Freiheit. Dem Ruf nach dem Schutz vor Gefahren sollte deshalb nicht blind gefolgt werden. Es lohnt sich, abzuwägen, ob die wirklich oder vermeintlich drohenden Gefahren für andere Rechtsgüter es rechtfertigen, die Freiheit zu beschneiden. Michael Stolleis plädiert für eine demokratische und rechtsstaatliche Gesellschaft, die sich ihrer Freiheitsrechte bewusst ist und sich nicht durch Sicherheitsängste lähmen lässt. Politisch mündige Bürger sollten bereit sein, um der Freiheiten willen auch gewisse Risiken zu ertragen.

Zum Autor:
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Michael Stolleis, geboren 1941, studierte Rechtswissenschaft
in Heidelberg, Würzburg und München. Seine Staatsexamina legte er 1965 und 1969 ab, die Promotion erfolgte 1967 in München. 1973 habilitierte er sich für Staats- und Verwaltungsrecht, Neuere Rechtsgeschichte und Kirchenrecht. Seit 1974 lehrte er in Frankfurt am Main. 1991 bis 2006 war er Direktor am dortigen Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, das er bis 2009 noch einmal kommissarisch leitete. Er ist Mitglied von Akademien des In- und Auslands, er erhielt 1991 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 2000 den Preis der Balzan-Stiftung. Er empfing Ehrendoktorate der Fakultäten von Lund, Toulouse, Padua und Helsinki. Seine Forschungsgebiete liegen in der Wissenschaftsgeschichte des öffentlichen Rechts von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, in der Geschichte der Verwaltung und des Sozialrechts.

Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung:
Aus Anlass des Todestages von Theodor Heuss, der am 12. Dezember 1963verstorben ist, veranstalten die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Universität Stuttgart alljährlich eine Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung. Zum Andenken an den ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland referiert eine herausragende Persönlichkeit der Wissenschaft oder des öffentlichen Lebens über ein Thema der Zeitgeschichte. Die Vorlesung steht in der Tradition der öffentlichkeitswirksamen Rede, mit der Theodor Heuss ein spezifisches und für die Nachfolger in seinem Amt verpflichtendes Zeichen setzte. Sie ehrt zugleich den Hochschuldozenten Heuss,der von 1920-1933 als Dozent an der „Deutschen Hochschule für Politik“und 1948 als Honorarprofessor für politische Wissenschaften und Geschichte an der Technischen Hochschule Stuttgart lehrte.

Leseprobe (Externer Link)

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