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Wieviel Konsens braucht die Demokratie? Theodor Heuss und die Zukunft des Grundgesetzes

Dr. Ernst Wolfgang Becker
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Kleine Reihe 37
Stuttgart 2019,
ISBN 9783942302159
72 Seiten

Zur Publikation:
Theodor Heuss gilt bis heute als der große Vermittler in den Kontroversen, die der Parlamentarische Rat 1948/49 bei der Erarbeitung des Grundgesetzes geführt hat. Doch seine Rollegeht weit über die eines Brückenbauers hinaus. Heuss vertrat von Beginn an klare verfassungsrechtliche Positionen, die er streitbar und mit Nachdruck verfolgte. So konnte er einige wesentliche Prinzipien des Grundgesetzes prägen, die langfristig zur Integration der zerklüfteten Nachkriegsgesellschaft und Liberalisierung der Bundesrepublik beitrugen. Allerdings stellt sich die Frage nach der Zukunft unserer Verfassung mit neuer Dringlichkeit, seit mit der jüngsten Krise der Demokratie das Grundgesetz verstärkt unter Druck geraten ist.
Die vorliegende Studie untersucht die Verfassungsarbeit von Theodor Heuss im Parlamentarischen Rat und ihre Bedeutung für die weitere Entwicklung des Grundgesetzes. Dabei steht auch die Frage im Vordergrund, inwiefern eine Verfassung Konflikte organisieren und zugleich Konsens stiften kann. Wieviel Konflikt kann die pluralistische Demokratie aushalten? Woraus beziehen wir den Konsens, der Konflikte
einhegt? Und welche Antworten kann uns Theodor Heuss für die gegenwärtigen Herausforderungen der liberalen Demokratie und ihrer Verfassung geben?

Zum Autor:
Ernst Wolfgang Becker, geboren 1966,
studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik an den Universitäten Passau,
Tours und Tübingen. 1997 wurde er in Neuerer Geschichte mit einer erfahrungsgeschichtlichen Arbeit zum 19. Jahrhundert promoviert. Im Anschluss absolvierte er ein Referendariat am Sächsischen Hauptstaatsarchiv Dresden, das er 1999 mit der archivarischen Staatsprüfung abschloss. Seitdem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 2002 stv. Geschäftsführer der Stiftung Bundespräsident Theodor-Heuss-Haus. Er leitet dort u. a. die Edition »Theodor Heuss. Stuttgarter Ausgabe«.

Veröffentlichungen (Auswahl): Zeit der Revolution! – Revolution der Zeit? Zeiterfahrungen in Deutschland in der Ära der Revolutionen 1789–1848/49 (1999); Ermächtigung zum
politischen Irrtum. Die Zustimmung zum »Ermächtigungsgesetz« von 1933 und die Erinnerungspolitik im ersten württemberg-badischen Untersuchungsausschuß der Nachkriegszeit (2001); Theodor Heuss. Erzieher zur Demokratie. Briefe
1945–1949 (2007); Theodor Heuss. Bürger im Zeitalter der Extreme (2011).

 

Leseprobe (externer Link zu buchhandel.de)

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