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In der neuen Weltordnung. Zur deutschen Geschichte seit 1990

Ulrich Herbert
Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung 2015
Verlag Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Kleine Reihe 32
Stuttgart 2016,
ISBN 978-3-942302-09-8 
39 Seiten

Zur Publikation:

Die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 markiert symbolhaft das Ende des Kalten Krieges samt seiner bipolaren Teilung der Welt in Ost und West. Doch die Freude über die wiedergewonnene nationale Einheit sowie die Hoffnung auf eine neue, friedlichere Weltordnung trübten sich rasch ein. Zu groß waren die Herausforderungen und Krisen, mit denen die Bundesrepublik konfrontiert wurde. Der wirtschaftliche Zusammenbruch Ostdeutschlands, die Durchsetzung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, zwei Kriege gegen den Irak, der Zerfall Jugoslawiens, Stagnation und Rechtsradikalismus im Innern, Globalisierungs- und Migrationsschübe sowie heftige Erschütterungen der Welt-Ökonomie hielten die deutsche Politik in Atem. Bis heute ist das wiedervereinigte Deutschland dabei, seine Rolle in der neuen Weltordnung zu definieren.
25 Jahre nach der Wiedervereinigung analysiert Ulrich Herbert, einer der besten Kenner der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, diese Entwicklungen im Rückblick und diskutiert Deutschlands neue Rolle in der Welt. 

Zum Autor:

Ulrich Herbert, geboren 1951 in Düsseldorf, ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg. Sein akademischer Werdegang begann 1980 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Essen. Von 1984 bis 1992 arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent an der Fernuniversität Hagen. Nach seiner Habilitation 1992 wirkte Herbert als Direktor der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg, 1995 folgte er einem Ruf an die Albert-LudwigsUniversität Freiburg. 1999 erhielt er den Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 2014 den Bayerischen Buchpreis in der Kategorie »Sachbuch«. Herbert ist Autor zahlreicher vielbeachteter Studien, darunter: Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903–1989 (1996); Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge (2001); Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert (2014).


Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung:

Aus Anlaß des Todestages von Theodor Heuss, der am 12. Dezember 1963 verstorben ist, veranstalten die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Universität Stuttgart alljährlich eine Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung. Zum Andenken an den ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland referiert eine herausragende Persönlichkeit der Wissenschaft oder des öffentlichen Lebens über ein Thema der Zeitgeschichte. Die Vorlesung steht in der Tradition der öffentlichkeitswirksamen Rede, mit der Theodor Heuss ein spezifisches und für die Nachfolger in seinem Amt verpflichtendes Zeichen setzte. Sie ehrt zugleich den Hochschuldozenten Heuss, der von 1920-1933 als Dozent an der „Deutschen Hochschule für Politik“ und 1948 als Honorarprofessor für politische Wissenschaften und Geschichte an der Technischen Hochschule Stuttgart lehrte.

Leseprobe als download (externer Link)

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